Neue Bücher:

Leyla-Claire Rabih und Frank Weigand (Hg.)

Scène 18

  • Untertitel Neue französische Theaterstücke
  • Seitenzahl 192
  • Veröffentlichungsjahr 2015
  • Verlag Theater der Zeit
  • Preis 17
Die fünf französischsprachigen Kinder- und Jugendtheaterstücke im 18. Band der Reihe zeichnen sich durch ihre jugendliche, rohe Sprache und freche Aussagen aus. Mit Humor, Phantasie, Poesie und Einfühlsamkeit behandleln die Stücke unschöne Themen wie Eifersucht oder Amoklauf. Die Stücke sind: "Die gespaltene Frucht" von Gustave Akapko, "Gretel und Hänsel" von Suzanne Lebeau, "Annas Traum" von Eddy Pallaro, "2 Uhr 14" von David Paquet und "Feuer fangen" von Luc Tartar.
Christoph Nix

Theater_Macht_Politik

  • Untertitel Zur Situation des deutschsprachigen Theaters im 21. Jahrhundert
  • Seitenzahl 230
  • Veröffentlichungsjahr 2016
  • Verlag Theater der Zeit
  • Preis 18,00 Euro
Dass mit der schleichenden Entpolitisierung der Alltagskultur gegenwärtig auch eine Entpolitisierung des Theaters stattfindet, das versucht Christoph Nix in seiner Berner Dissertation empirisch wie mit den Werkzeugen der kritischen Theorie nachzuweisen. Für ihn beginnt dieser Prozess mit dem Abbruch einer politischen Avantgarde mit ihren Zukunftsvisionen 1933, unterbrochen nur durch die wenigen Jahre um 1969. Seine Arbeit überzeugt dort, wo er aufzeigt, wie neoliberales Denken mit dem Abschied vom Sozial-, Kultur- und Wohlfahrtsdenken den „großen Blick für demokratische Utopien“ verliert. In verschiedenen Exkursen, die sich mit dem Zusammenhang von Theater, Recht und Politik beschäftigen, aber auch mit den Verbandsgeschichten von Deutschem Bühnenverein und GDBA, sowie einer Phänomenologie der Theaterakteure, werden die Momente analysiert, die diesem Prozess Vorschub leisten. Dabei gerät die Funktion des Intendanten in den Mittelpunkt, von dem der Konstanzer Intendant schreibt, dass dieser „als politisch emanzipatorischer player“ ausfällt. Während die Gesellschaftsanalyse im Rahmen einer Dialektik der Aufklärung (Adorno/Horkheimer) und mit der Folge einer affirmativen Kultur (Marcuse) in sich stimmig ist, wenn man den Setzungen von Nix folgt, erscheint der empirische Teil der Arbeit unbefriedigend. Das liegt zum einen daran, dass empirische Forschung im Theater immer noch Neuland ist. Aber auch, dass von 145 angeschriebenen Theaterleitern nur 38 den Frageborgen von Nix zurückschickten, wobei ein Rücklauf von fast 30 % laut Nix in der empirischen Forschung als repräsentativ gelten kann. Die Fragen zielen auf die die politische Haltung der Intendanten, aber auch auf die Institution des Bühnenvereins. Immerhin 45 % der 38 zeigten sich unzufrieden. Nix interpretiert, dass dieser Befund kein Desaster darstelle, aber auf ein Imageproblem vor allen Dingen bei Theaterleitern von kleinen Häusern hin deute. (Manfred Jahnke)
Wilfrid Grote

das allerkleinste organon

  • Untertitel Grobe Hinweise zum Theater für Kinder
  • Seitenzahl 114
  • Veröffentlichungsjahr 2015
  • Verlag kopaed
  • Preis 12,00 Euro
Das Buch des Kinder- und Jugendautors Wilfrid Grote „das allerkleinste organon: Grobe Hinweise zum Theater für Kinder“ besteht aus einzelnen, nicht zusammenhängenden Texten in Prosa oder Gedichtform. Anhand von Geschichten, Thesen und Anleitungen von Spielen für Theaterschulen beschreibt er augenzwinkernd, wie Theater funktioniert. Grote schreibt umgangssprachlich und wählt Formulierungen, die Fragen offen lassen oder auch neue stellen. Im Großen und Ganzen wird dem Leser eine abwechslungsreiche Lektüre mit unterschiedlich aufgebauten Kapiteln geboten.
Landestheater Linz

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht

  • Untertitel Landestheater Linz 2006 bis 2016
  • Seitenzahl 216
  • Veröffentlichungsjahr 2015
  • Verlag Theater der Zeit
  • Preis 20 Euro
"Was weiß ein Westfalen schon von Linz?" fragt Rainer Mennicken mit mokanter Selbstironie. Nach zehn Jahren als Intendant des oberösterreichischen Landestheaters weiß der gebürtige Bielefelder mehr als die meisten. Als er 2006 von Oldenburg nach Linz wechselte, war das neue Musiktheater beschlossene Sache. Die Eröffnung im April 2013 markierte den Höhepunkt des vorbildlich gelungenen Wandels von Österreichs Industriemetropole zur europäischen Kulturstadt. Der Bildband rekapituliert Mennickens Intendanz mit fast zweihundert Abbildungen, Lobeshymnen und Jubelchören. Zur nächsten Saison übernimmt der derzeitige Würzburger Intendant Hermann Schneider das wohlbestellte Haus.
Wolf-Andreas Liebert / Kristin Westphal

Performances der Selbstermächtigung

  • Untertitel Theater/Tanz/Performance
  • Seitenzahl 188
  • Veröffentlichungsjahr 2015
  • Verlag Athena Verlag
  • Preis 22,00 Euro
Zuschauer sind nicht mehr nur passives Publikum, sondern als Theaterbesucher zunehmend Teilnehmende - auch wider Willen. Über Wahrnehmung oder Eingreifen werden sie zum eigenen Handeln herausgefordert, weshalb sie Strategien zur Selbstermächtigung entwickeln müssen. Theater ist damit kein geschlossener Kunstraum mehr. Im vorliegenden Band haben Künstler und Wissenschaftler das Hörschaustück der Performancegruppe LIGNA aus Hamburg "Ödipus der Tyrann" zum Anlass genommen, das Thema "Performances der Selbstermächtigung" zu untersuchen.
Claudia Spahn

Musikergesundheit in der Praxis

  • Untertitel Grundlagen, Prävention, Übungen
  • Seitenzahl 256
  • Veröffentlichungsjahr 2015
  • Verlag Henschel Verlag
  • Preis 29,95 Euro
Der fundierte und herausragend strukturierte Band vollzieht den Spagat, die unterschiedlichen physiologischen wie psychologischen Anforderungen an Sänger und Orchestermusiker abzubilden. Dabei werden körperliche Grundlagen ebenso aufgeführt wie Entwicklungsverläufe im Lebensalter oder im gesellschaftlichen Kontext. Nicht zuletzt bildet die Gesundheitsprävention den wichtigsten Teil des Buches, abgehandelt in Lebensspanne und Musikerprofession (inklusive Pädagogen, Solisten, Dirigenten oder Kirchenmusiker). Spezifische Übungen für die jeweiligen Musiker (Bläser, Streicher, Sänger, Tasteninstrumentalisten etc.) runden das Buch ab. Ein immanent wichtiger Band für alle, die sich dem Thema Musikergesundheit zuwenden wollen.
Dorion Weickmann/Katja Schneider

Aus Leidenschaft!

  • Untertitel 25 Jahre Bayerisches Staatsballett
  • Seitenzahl 296
  • Veröffentlichungsjahr 2015
  • Verlag transcript
  • Preis 29,99 Euro
Primaballerina glorios gegen Bürokratie: 1989 setzte Konstanze Vernon die künstlerische Eigenständigkeit des Bayerischen Staatsballetts durch. Nach einem gemeinsamen Leitungsjahr führte Ivan Liška seit 1998 die Compagnie in die Weltspitze. Was singuläre Breite des Repertoires, international geschätzte Solisten und Enthusiasmus des jungen „Staatsballetts II“ angeht, belegen Wilfred Hösls Fotografien: mal rauschhaft üppig, mal schwungvoll und mal expressiv. Uneitle kurze Texte, Dokumentation und Kurzbiografien der Choreographen machen den opulenten Band zum Zeugnis: da gehen leidenschaftlich durchtanzte 25 Jahre des Direktionsduos Vernon-Liska zu Ende.
Sabine Coelsch-Foisner, Joachim Brügge (HG.)

My Fair Lady

  • Untertitel Eine transdisziplinäre Einführung
  • Seitenzahl 184
  • Veröffentlichungsdatum 8.9.2015
  • Verlag Winter Universitätsverlag Heidelberg
  • Preis 35,00 €
Sozusagen das Buch zum Boom. Sieben Premieren erlebte die Mutter aller Musicals allein zwischen Ende Oktober und Anfang Dezember an deutschen Bühnen zwischen Berlin und Karlsruhe Die Aufsatzsammlung widmet sich vor allem der Entstehungsgeschichte, Bauform und Dramaturgie von "My Fair Lady" und trägt auf diesen Gebieten - bei, bei wissenschaftlichen Arbeiten nicht selbstverständlich, hervorragender Lesbarkeit - einige Gründe für die nachhaltige Beliebtheit des Werkes zusammen. Auch wenn die Untersuchung als Großes und Ganzes werkimmanent bleibt, die Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte nur am Rande vorkommt und das Werk nicht auf seine aktuelle Relevanz und Lebenskraft betrachtet wird, verrät das mit etlichen Notenbeispielen versehene Buch dem interessierten Laien oder Fan viel, was er noch nicht weiß, aber vielleicht gerne wissen möchte.
mehr